Doppellonge, Langzügel und Longe aus Hanf

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Eine Longe aus Hanf hat viele Vorteile. Hanflongen sind – besonders in der Kombination mit Leder – edel, schlicht und natürlich. Sie sind angenehm, fein und robust in der Handhabung und schwingungsarm für die feine Kommunikation. Unsere Longen aus Hanf fertigen wir Ihnen auch in Ihrer Wunschlänge an.

  • eine Longe aus Hanf ist leicht und schwingt dennoch nicht so stark, wie andere Longen aus Seil
  • Hanflongen werden bei Regen nicht glitschig und nehmen kaum Wasser auf.
  • sie hinterlassen durch den hohen Ölgehalt ein angenehmes Gefühl in der Hand.
  • sie sind widerstandsfähiger als Baumwollseile.
  • sie werden bei Reibung nicht so warm wie viele synthetische Materialien.

Eine Longe aus Hanf besteht aus einem nachwachsendem, nachhaltigem und ressourcenschonendem Werkstoff. Sie liegt angenehm und griffig in der Hand und wird mit zunehmenden Gebrauch immer besser. Sie werden nicht mehr darauf verzichten wollen.

Weitere Informationen über das Material Hanf

Nachhaltigkeit von Longen aus Hanf

Mit einer Longe aus Hanf kaufen Sie ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Produkt. Denn die Herstellung von Kunststoffseilen geht zu Lasten der Natur. Kunststoffseile sind nicht kompostierbar, bedenklich in der Herstellung und werden meist unter schlecht nachvollziehbaren Arbeitsbedingungen hergestellt. Wer Kunststoffseile bevorzugt, sollte sie bei Herstellern aus der Region kaufen.

Baumwolle ist zwar eine Naturfaser, dennoch muss man auch hier leider auf die Umweltbilanz hinweisen: Baumwolle ist durch den hohen Wasserverbrauch und die Folgen für die Natur zwar ein natürliches, nicht aber ein ressourcenschonendes Material.

Bei Hanf sieht das deutlich besser aus: Hanf benötigt beim Anbau keine Herbizide. Keine andere heimische Pflanze produziert mehr Biomasse. Die Energiebilanz ist ausgesprochen niedrig – insbesondere im Vergleich zu Baumwolle.

Nicht nur im Bereich der Nachhaltigkeit hat Hanf die Nase vorn: Auch der Abrieb bzw. die Abnutzung sind geringer als bei Baumwolle. Hanfstricke sind wahre Handschmeichler. Durch ihren hohen Ölgehalt hinterlassen sie immer ein angenehmes Gefühl in der Hand.

Die Longe aus Hanf bei Nässe

Naturprodukte atmen. Dementsprechend nimmt ein Baumwoll- oder Hanfseil natürlich mehr Wasser auf als ein Kunststoffseil. Hanf ist aber u.a. auch deshalb in der Schifffahrt so beliebt, da es durch seinen hohen Ölgehalt weniger Wasser aufnimmt als beispielsweise Baumwolle. Hanf kann etwa 8% seines Eigengewichts an Wasser aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. Außerdem bleiben Hanfseile bei Nässe griffig und werden nicht glitschig.

Ob Baumwolle oder Hanf: Die Seile sollte man in nassem Zustand zum Lüften aufhängen, damit sie gut abtrocknen können.

Hanfstricke sind meist als geschlagenen (gedrehte) Seile, wie sie auch bei der Schifffahrt verwendet werden, bekannt. Dagegen sind die bei Dauberg&Roth verarbeiteten Hanfseile achtfach rundgeflochten.

Die Longe aus Hanf in der Luft

Wenn Longen und Führstricke sehr leicht sind, können sie in der Luft flattern oder schwingen. Um klare Hilfen zu vermitteln, wird aber ein Seil benötigt, das ruhig liegt. Daher macht man besonders Bodenarbeitsseile durch Material oder Karabiner schwerer. Diese Seile liegen zwar ruhiger. Allerdings sind sie für den feinen Umgang mit dem Pferd nicht optimal. Rundgeflochtene Longen aus Hanf hingegen  sind ausgesprochen leicht und liegen sehr ruhig. Wie das funktioniert?

Das Geheimnis liegt in der Flechtung: die Fasern sind so geflochten, dass sie sowohl einer Schlagrichtung im Uhrzeigersinn (Z-Schlag), als auch entgegen dem Uhrzeigersinn (S-Schlag) folgen. Dadurch gerät das Seil nicht in unerwünschte Schwingung.

Hanfseile tragen zu Ihrer Sicherheit bei:

1. Schutz vor Brandblasen: Wem hat noch nie ein Pferd den Führstrick oder die Longe durch die Hand gezogen? Und wer erinnert sich noch an die Brandblasen, die dabei entstanden? Diese gefürchteten Brandverletzungen in den Handinnenflächen kommen schneller bei synthetischen Seilen vor, da Kunststoffseile bei Reibung deutlich mehr erhitzen als Seile aus Naturfasern (Baumwolle, Hanf). Naturfaserseile erhöhen aus diesem Grund die Sicherheit im Umgang mit dem Pferd.

2. Reißfestigkeit der Longe aus Hanf: Unsere Seile sind ausgesprochen reißfest. Im Umgang mit Pferden ist es aber notwendig, dass Seile ab einer gewissen Zugstärke nachgeben.  Bei unseren Seilen gibt letztendlich der Lederverschluss nach.

Im Spätmittelalter war Hanf neben Flachs die wichtigste Industriepflanze und wurde von Russland bis Europa angebaut. Seinen Höhepunkt erfuhr Hanf im 17. Jahrhundert bei der Produktion von Seilen und Segeltuch für die Schifffahrt. Im weiteren Verlauf wurden Hanf und Flachs von der Baumwolle abgelöst. Daran nicht ganz unschuldig waren, neben günstiger Importe, auch die Erfindung der mit Dampfkraft betriebenen Schiffe, wodurch der Bedarf an Segeltüchern sank. Eine Zeit lang wurde Hanf noch als Papier benutzt, und wurde dann letztendlich von Holzpapier abgelöst.

Nach den Weltkriegen wurde der Hanfanbau schließlich durch das Betäubungsmittelgesetz gänzlich verboten, um die illegale Nutzung zur Gewinnung von Rauschmitteln zu unterbinden. Der THC-Gehalt des Nutzhanfes ist jedoch so gering, dass er für die Rauschgiftherstellung unbrauchbar ist. Dennoch ist Hanf so zu einem Nischenprodukt geworden.

Heute findet man Hanfseile noch bei Zuggeschirren und als Halfter und Stricke für Rinder. Im Pferdebereich sind Naturfaser-Seile durch Seile aus Kunststoff abgelöst worden. Führstricke und Bodenarbeitsseile sind immer bunter und günstiger, immer kürzer und auch kurzlebiger. Darunter leidet neben der Sicherheit auch die Nachhaltigkeit.

Unser Service rund ums Hanfseil