Magengeschwüre beim Pferd: Eng verschnallte Nasenriemen wirken fatal.

Pferde benötigen permanent Speichel, um die Magensäure abzupuffern. Die Speichelproduktion wird durch zu eng verschnallte Nasenriemen/Sperrriemen gehemmt. Gleichzeitig fällt das Schlucken schwer. Der Magen wird gereizt.

In einem früheren Artikel hatten wir das so beschrieben:

„Magengeschwüre beim Pferd: Pferde mit zugeschnürtem Maul können kaum Speichel produzieren, und wenn, können Sie ihn kaum schlucken. „Überschäumende“ Pferde sind hierfür das Sinnbild. Besonders, wenn sie dabei stressigen Trainingseinheiten ausgesetzt sind.“

Aber was passiert beim Lesen dieser Zeilen? Wir denken an Schreckensbilder von Abreiteplätzen, schäumende, drangsalierte Tiere. Und das lenkt davon ab, dass wir vor der eigenen Haustür kehren müssen.

Denn auch bei uns oder in unserem direkten Umfeld besteht diese Problematik. Und hier können wir ansetzen. Vermuten wir Magengeschwüre beim Pferd, sollten wir beim Training (auch am Kappzaum oder gebisslos) darauf achten, dass das Pferd ausreichend kauen kann!

Wie genau man das messen kann, erklären wir bald. Und dann gibt es auch etwas zu gewinnen!

Im Sinne des Pferdes vs. menschliches Gehirn

60 Prozent der Sport- und Freizeitpferde leiden unter Magenproblemen. Also kennt vermutlich jeder von uns ein solches Tier. In großen Ställen sicher mehrere.

  • Der Wallach tritt nicht unter und er hält sich im Rücken fest? Typischer fauler Wallach. Mehr treiben!
  • Das Pferd geht im Gelände nicht bergab? Ist halt eigen. Aber da muss er durch!
  • Das Pony gähnt oder flehmt? Wie niedlich. Foto machen!
  • Die Stute droht beim Gurten und Satteln? Die ist zickig. Rosst bestimmt bald wieder!

Nein. Das alles sind typische Symptome bei Magengeschwüren. Bei der Stute auch typisch für Probleme wie Eierstockzysten.

Diese Interpretationen werden dem Ernst nicht gerecht. Denn die Pferde leiden. Und wir Menschen interpretieren, wie es für unser Hirn am plausibelsten erscheint. Das ist wissenschaftlich erklärbar. Und gleichzeitig können wir dieser Falle entkommen.

Wir müssen mental einen Schritt zurücktreten. Müssen versuchen, das Tier nicht aus unseren Augen zu sehen, sondern mit möglichst neutralem Blick. Sollten uns frei machen von Interpretationen. Und wir sollten nicht wegsehen, sondern mit Wissen und Taktgefühl uns und unser Umfeld aufklären.

Informationen über Magengeschwüre beim Pferd gibt es hier gut zusammengefasst.

Eine Meinung zu “Nasenriemen und Magengeschwüre beim Pferd

  1. Pingback: Gebisslose Trense weit genug verschnallen ⋆ Dauberg&Roth

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